Brügge ist ein glänzendes Beispiel für eine mittelalterliche Stadt, die ihren historischen Charakter über die Jahrhunderte hinweg bewahrt hat. Im Mittelalter war Brügge ein wichtiger Knotenpunkt für den europäischen Handel. Die alten Gebäude und der mittelalterliche Straßenplan wurden im Laufe der Jahrhunderte sorgfältig bewahrt. Die gotischen Gebäude, die noch immer das Stadtbild prägen, sind ein unverzichtbarer Teil der einzigartigen Identität der Stadt. Das Stadtzentrum zeigt den Einfluss der Backsteingotik und der innovativen künstlerischen Bewegungen der mittelalterlichen Malerei, insbesondere der flämischen Primitiven. Brügge gilt als Geburtsort dieser berühmten Kunstrichtung, zu der so berühmte Künstler wie Jan van Eyck und Hans Memling gehören. Diese reiche künstlerische Tradition trug dazu bei, dass sich Brügge zu einem kommerziellen und kulturellen Zentrum Europas mit weltweiten Verbindungen entwickelte.
Brügge ist also gerade wegen seiner reichen Geschichte einzigartig. So wurde die Stadt im Jahr 2000 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
Der Breydelstad, wie Brügge auch genannt wird, verfügt über eine beeindruckende Museumssammlung, zu der nicht nur die flämischen Meister im Groeningen-Museum gehören, sondern auch das St.-Johannes-Hospital, einst die wichtigste mittelalterliche städtische Einrichtung für Kranke, Arme und Bedürftige in der Stadt Brügge. Der Stadtpalast der Herren von Gruuthuse am Dijver in der Altstadt beherbergt als Gruuthuse-Museum eine vielfältige Sammlung historischer Gegenstände und Kunsthandwerk aus dem 13. bis 19.
Brügge hat auch viel an immateriellem Kulturerbe zu bieten. Die historisch-religiöse Heilig-Blut-Prozession in Brügge ist ein jährliches Ereignis, das seit 2009 in die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen wurde.